Digitale Transformation, E-Learning

1. Die Vielfalt des E-Learnings

Juli 11, 2016
Das ist ein Beitrag folgender Beitrags-Reihe: Das Phänomen E-Learning - Chancen, Trends und Herausforderungen

Electronic Learning oder auch kurz E-Learning ist ein Produkt der allgemeinen Digitalisierungswelle, die vor einigen Jahrzehnten auch den Bildungsmarkt erfasst hat. Da unter E-Learning eine Vielzahl von zum Teil sehr unterschiedlichen Zielen, Hilfsmitteln und Arbeitsweisen zusammengefasst wird, hat sich bis heute keine einheitliche Definition des Begriffs etabliert. Eine mögliche Definition beschreibt E-Learning als „Lehrangebote, bei denen digitale Medien (a) für die Präsentation und Distribution von Lerninhalten und/oder (b) zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen.“

E-Learning kommt überall dort zum Einsatz, wo Lerninhalte vermittelt werden: bei tabletkompatiblen Spiele-Apps für Kleinkinder, digitalen Lernplattformen für Schulkinder, virtuellen Vorlesungen für Studenten und internetbasierten Weiterbildungsangeboten für Angestellte. Grundsätzlich kann man drei Typen von E-Learning unterscheiden – synchrones, asynchrones E-Learning und Blended Learning.

1.) Synchrones E-Learning

Bei synchronem E-Learning findet die Vermittlung von Lehrinhalten in Echtzeit statt. Sowohl der Vermittler als auch die Lernenden sind gleichzeitig in einem virtuellen Lernraum (z.B. einer online Lernplattform) eingeloggt und kommunizieren über Chat, Video- oder Audiokonferenz. Dadurch können Teilnehmer an unterschiedlichen Orten online zusammen lernen, Lernfortschritte digital monitoren und festhalten oder auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmte Betreuung erhalten.

2.) Asynchrones E-Learning

Asynchrones („nicht zeitgleiches“) E-Learning erlaubt Lernenden, ihre Lernaktivität gänzlich selbst zu steuern. Mittels webbasierten Trainings können sie zu jeder Zeit und in ihrem eigenen Tempo Lerninhalte erarbeiten und kommunizieren. Bei Fragen und Problemen können die Lernenden Tutoren, z.B. über Email, kontaktieren und erhalten oft zeitversetzt eine Antwort. Asynchrones Lernen bietet sich bestens für persönliche Weiterbildung an.

3.) Blended Learning

Blended Learning kombiniert Elemente des asynchronen E-Learnings mit Präsenzunterricht. Diese Form des Lernens wird immer öfter an Schulen und Universitäten praktiziert. Dabei wird der klassische Präsenzunterricht durch zusätzliche E-Learning Formate unterstützt. Die Lernenden können Lerninhalte als Vorbereitung für eine Unterrichtseinheit oder als Teil der Nachbereitung, z.B. in Form von Onlinetests oder zusätzlichen Medienformaten, die nicht während des Unterrichts zum Einsatz kamen, nutzen.

Weitere Quellen: